Wechselbad der Gefühle

Mich macht die Situation gerade ganz krank und überlagert bei mir alles andere.
Ich bin wütend.
Wütend auf meinen Chef, weil er viel zu lange gewartet hat und jetzt vermutlich selbst in der Misere sitzt. Wütend darüber, dass er ignoriert hat, dass Mädels in seinem Laden Angst haben ( vor Madame) und er ihr weiterhin eine Plattform geboten hat ( und noch immer bietet) , die sie jetzt ausgedehnt hat.
Wütend weil ich machtlos bin, weil ich nichts unternehmen kann außer zu warten. Warten auf was eigentlich? Das etwas passiert?
Wütend auf mich, weil ich mich nicht besser unter Kontrolle hatte und mich mit dem Typen auch noch angelegt habe, weil ich es mir nicht ” gefallen lassen” wollte. Warum kann ich nicht einfach einmal meinen Mund halten, statt ihn noch weiter zu reizen?
Dann habe ich bei June im Blog einen Artikel gelesen, der mich noch nachdenklicher gemacht hat. ( …weil er eine Frau krankenhausreif geschlagen hatte…)
Ja, naiv ist wohl auch in meinem Fall das richtige Wort.
Natürlich habe ich ab und zu brenzlige Situationen erlebt, anders als ” normale Frauen”, die nicht in dem Job arbeiten. Aber Angst? Nein! Hatte ich bisher nicht.
Es waren kurze Momente, in denen mein Adrenalinspiegel gestiegen ist, aber nachhaltig geängstigt habe ich mich nie.
Vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück bisher!
Ich muss jetzt einfach eingestehen, dass es eben kein Job wie jeder andere ist.
Milieu ist einfach Milieu und kein Schönheitssalon.
Bisher konnte ich wirklich aus Überzeugung positiv berichten, weil ich selbstbestimmt gearbeitet habe und keine wirklich negativen Erlebnisse hatte. Ich kenne natürlich viele aus der Szene, aber es gab nie Stress oder Grund zur Sorge.
Das hat sich nun grundlegend geändert und im Moment weiß ich noch nicht wie ich damit umgehen werde.
Am Dienstag werde ich erst einmal die Lage sondieren und mich umhören und dann sehe ich weiter.
Um jeden Preis werde ich den Job nicht machen. Wenn ich das Gefühl bekomme, das jetzt der richtige Zeitpunkt wäre aufzuhören werde ich das auch tun.
Mit Angst zu leben nimmt mir meine Lebensqualität und das kann der kurze Spaß und auch das Geld nicht ausgleichen.

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6 Comments

Schlafzimmer Blog

August 31st, 2009 at 19:19    

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Nein mit Angst leben solltest du nicht. So kann man ja nicht glücklich werden.

jani

August 31st, 2009 at 23:01    

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Pass ja auf dich auf – ich les hier sehr gern mit und mag nicht daran denken das du nicht ruhig schlafen kannst, und das nur wegen irgendwelcher Idioten. :(

venusreport

August 31st, 2009 at 23:46    

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@Jani- Danke für die Aufmunterung! Kann ich im Moment gut brauchen!

Berthold

September 1st, 2009 at 20:49    

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Wenn Du der Situation über den Winterclub aus dem Weg gehst, könnte sich das Ganze ja einfach mal ohne Dich entwickeln – wie immer es möchte. Sollte es zum Eklat kommen, bist Du hoffentlich ausser Reichweite, auch bei den “Flattervögeln” würde ich in nächster Zeit aufpassen. Solche Hexen triumphieren dann gerne mal, wenn sie das Gefühl haben die Oberhand zu bekommen. Vielleicht wär auch mal Urlaub in der Ferne angebracht? Weiss ja nicht, wie die Freizeitgestaltung in Deiner Branche so aussieht ^^

Nina

September 2nd, 2009 at 13:14    

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Hey Venus!

Wie geht es Dir? Wenn man in dieser Situation nicht regelmäßig etwas von Dir hört, macht man sich automatisch Sorgen um Dich! Hoffentlich hat sich die Situation für Dich entspannt. Ich wünsche es Dir sehr. Gibt es eigentlich Alternativen für Dich, falls Du den Job nicht mehr machen möchtest? Ich drücke Dir weiterhin alle Däumchen! LG; Nina

venusreport

September 2nd, 2009 at 16:44    

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Nina@ – lieb, dass du nachfragst. Ja, es geht mir gut! Ich schreibe nachher auch etwas dazu, muss mich erst einmal etwas sortieren.

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