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Vorurteile gegenüber Prostituierten und man kommt nicht dagegen an!

Auf “diewunderbareweltderwirtschaft” habe ich in der letzten Woche einen Artikel gelesen,der mich aus der Reserve gelockt hat. Schon die Überschrift: Warum sind Nutten so teuer? Ökonomen erklären ist leicht grenzwertig, aber natürlich wirksam.
Nutten sagt man eigentlich nicht -es wäre in etwa das gleiche wie wenn man Nigger sagt.
Politisch ist es einfach nicht korrekt.
Der Artikel selbst bezieht sich eigentlich auf einen anderen Artikel, in dem Okönomen sich fragen: Prostitution ist eine Tätigkeit, die keine Ausbildung braucht, arbeitsintensiv ist und hauptsächlich von Frauen durchgeführt wird. Und trotzdem, und jetzt kommt das Rätsel, sind Prostituierte im Durchschnitt gut bezahlt. Wie kann das sein? .

Und jegliche Erklärungsansätze sind haarsträubend:
“Als Laie würde man naiv vermuten, dass attraktive und gleichzeitig sexbereite junge Frauen relativ knapp sind, und sich deshalb ein relativ hoher Preis bildet.”

Leider sind attraktive und gleichzeitig sexbereite junge Frauen nicht selten, nur vögeln sie sich lieber kostenlos durch Facebook & Co. weil sie lieber Schlampe als Nutte sein wollen.

Die Ökonomen liefern eine noch bessere Erklärung:
Prostituierte senken ihre Chancen auf dem Heiratsmarkt. Diese gesenkten Chancen (auch auf zukünftige Einkommen) werden über das hohe Einkommen bei Prostitution ausgeglichen.

Dazu fällt mir nichts mehr ein.
Erstens sind viele Prostituierte verheiratet – es wäre spannend einmal herauszufinden, ob der Prozentsatz der verheirateten Prostituierten im Verhältnis zu den verheirateten Nicht-Prostituierten tatsächlich deutlich geringer ist, bzw. ob ehemalige Prostituierte tatsächlich schlechtere Chancen auf dem Heiratsmarkt haben.
Hier müsste man natürlich berücksichtigen, dass viele Prostituierte gar nicht heiraten wollen. Ich persönlich würde es für mich nicht ausschließen, aber ich bin auch nicht so scharf darauf in den Stand der Ehe zu treten, wie viele meiner Freundinnen, die nicht in den Job arbeiten und mit rosaroter Brille auf ihren Traumprinzen warten.

Dann folgen in diesem Artikel die klassischen Vorurteile.
Gesundheitliche Risiken, die die Ware “Frau” verteuern – hier würde ich zum Teil sogar zustimmen, denn es gibt leider immer wieder Freier, die den Frauen verlockende Angebote machen, wenn Sie auf gesundheitlichen Schutz verzichten. Und leider gibt es tatsächlich auch viele Clubs, in denen Oralverkehr ohne Schutz zum Standard gehört. Ganz offiziell beworben.
Punkt zwei: der Ekelfaktor! Auch hier muss man unterscheiden: In seriösen Clubs kann die Frau jederzeit Nein sagen und muss nicht mit einem Gast ins Zimmer gehen, wenn sie sich vor ihm ekelt.
Natürlich gibt es Frauen, die sich vor Gästen ekeln und trotzdem mit ihnen nach oben gehen, weil sie das Geld reizt. Aber das ist dann ihre ganz persönliche Entscheidung.
Hinter dieser Ekelthese steckt ein weiteres Vorurteil, nämlich das nur alte, fette und hässliche Männer in den Puff gehen. Und das stimmt definitiv nicht.
Es gibt doch genug attraktive Promis, über deren Puffausflüge in den Medien bereits berichtet wurde – aber trotzdem denken alle immer, Freier haben auf dem Markt keine Chance und müssen quasi in den Puff gehen, nur um überhaupt einmal einen Stich machen zu können.
Promis stehen in diesem Fall nur als Beweis dafür, dass sie nicht in den Puff gehen müssten und es ( wie viele andere begehrenswerte Männer) trotzdem tun.
Der nächste Punkt, der wohl nie aus den Köpfen verschwinden wird, ist, dass alle Huren einen Zuhälter haben. Das mag für Frauen, die auf der Straße arbeiten zutreffen, allerdings benötigen diese Frauen auch tatsächlich Schutz, unter anderem vor Freiern!
In seriösen Clubs haben Frauen heute keine Zuhälter mehr. Wozu auch? Prostitution ist in Deutschland nicht verboten, Prostituierte arbeiten nicht mehr in halbseidenen Hinterhof Etablissements und daher benötigen sie auch keinen Schutz.
Natürlich gibt es Ausnahmen – illegale Einwanderinnen ohne Aufenthaltgenehmigung usw. – aber das sind Ausnahmen!

Ich habe fertig!
Aber ich rühre an dieser Stelle noch einmal die Werbetrommel für mein Buch
Venusreport – Hinter den Kulissen eines Edelbordells
Das räumt nämlich mit einigen Vorurteilen auf!

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