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Sommer oder Winter?

Die letzten Tage waren anstrengend!
Man sollte denken, es läuft in allen Clubs ähnlich ab, aber es ist ein so großer Unterschied zwischen meinem ” Sommer-und Winterclub “, dass man meinen könnte, ich arbeite in zwei völlig verschiedenen Jobs.
Während es im Sommerclub ausdrücklich verboten ist, dass wir von uns aus Gäste ansprechen, ist es im Winterclub ausdrücklich erwünscht.
Das ist schon eine Umgewöhnung.
Ist man im Winterclub nicht schnell genug, haben andere Mädchen den Gast bereits angesprochen und klar gemacht.
Während wir im Sommerclub relativ entspannt mit den Gästen reden können, muss der Gast sich im Winterclub in wenigen Minuten entscheiden, ob er zumindest erst einmal Champagner für die Lady bestellt.
Kaum ist das Glas oder die Flasche leer muss er die nächste Entscheidung treffen.
Champagner oder Zimmer oder Abflug, bzw. er bleibt alleine sitzen bis sein Glas auch leer ist. Dann muss er neu bestellen oder gehen.
Das wird natürlich “charmant” verpackt, so dass der Gast nicht zu sehr das Gefühl hat unter Druck zu stehen, aber so funktioniert es nun einmal.
Natürlich ist das in Edelclubs auch die Regel – mein Sommerclub bildet da die absolute Ausnahme- aber für mich ist es erst einmal wieder eine Umgewöhnung.
Eigentlich ist das auch richtig. Ein Bordell ist nun einmal keine Bar, und auf der anderen Seite war es auch sehr entspannend, eben nicht einfach kostenlos die ” Unterhaltungsdame” zu spielen.
Eigentlich hat es mich im Sommerclub nie gestört, weil ich ja immer die Wahl habe.
Ich muss mich ja nicht kostenlos unterhalten und wenn ich es mache, dann freiwillig.
Aber jetzt wo ich wieder den Unterschied sehe, ist die Regelung im Winterclub doch die bessere, schließlich schlagen wir uns ja die Nächte um die Ohren um Geld zu verdienen und nicht weil wir ein Gespräch suchen.
Aber es ist jetzt wieder ungewohnt umzudenken, aber daran gewöhne ich mich wieder ganz schnell.
Ganz schwierig war für mich die frühe Anfangszeit. Ich musste mich wirklich beeilen um pünktlich da zu sein und das hat mich gestresst.
Wenn man ein paar Monate die Zeit völlig frei einteilen kann, ist es erst einmal eine Umgewöhnung, wenn plötzlich zwei Stunden fehlen.
Auch die Gäste sind völlig anders.
Während der Sommerclub ja eher von Stammgästen lebt, die man dann auch alle bald kennt, trifft man im Winterclub fast ausschließlich internationale Gäste, die geschäftlich in der Stadt sind.
Die Gäste sind interessanter – aber vermutlich auch deswegen weil man nicht schon x-mal mit ihnen gesprochen hat.
Die lange Arbeitszeit hat mich nicht so sehr gestört, aber das lag eher daran, dass ich viele Mädchen ewig nicht gesehen hatte und wir viel zu erzählen hatten.
Das war eigentlich das schönste an den vergangenen beiden Tagen: Die Mädels alle wiederzusehen.
Ein Außenstehender hätte mich vermutlich für einen Superstar in der Szene gehalten, weil sich einige so sehr gefreut haben und gar nicht aufgehört haben mich zu drücken:-)
Eines meiner ” Lieblingsmädels” ist mir sogar auf Toilette hinterhergekommen, weil sie mir sooo viel zu erzählen hatte.
Aber ich habe mich auch riesig gefreut!
Entspannend fand ich auch, dass man nicht die ganze Zeit ” on-air” ist.
Im Sommerclub gibt es keine Rückzugsmöglichkeiten.
Man ist ständig präsent und kann von jedem Gast angesprochen werden.
Klar muss man sich mit ihm nicht unterhalten wenn man nicht will, aber dadurch, dass der Club viel kleiner ist hat man kaum Möglichkeiten sich zurückzuziehen.
Im Winterclub gibt es verschiedene Rückzugsmöglichkeiten, vor allem aber die ” Umkleidekabine” der Mädchen. Der Raum ist ziemlich groß- dort stehen fast 40 Schränke, zwei große Tische und 10 Stühle.
Bevor man sich mit einem Gast langweilen muss, weil kein anderer Platz frei ist – und man aus diesem Grund neben dem Gast sitzenbleiben muss – können wir im Winterclub in den Keller gehen.
Im Gegenteil – gibt ein Gast keinen Drink aus – an dem wir ja Provision verdienen- sollen wir sogar aufstehen, damit entweder ein anderes Mädchen die Chance bekommt, oder der Gast eben keine kostenlose Unterhaltung genießen kann.
Im Keller ist immer etwas los:-)
Noch ist es mir zu früh wieder täglich dort zu arbeiten. Der Sommer ist noch nicht vorbei:-)
Im Winter passt das dann wieder. Jetzt ist es fast noch hell wenn ich losgehen muss und das gefällt mir nicht.
Aber es waren schon einmal schöne Tage!
Nächste Woche bin ich auch wieder einen Tag dort, aber dann bleibe ich vermutlich bis Oktober noch im Sommerclub.

Ferienzeit

Die Ferienzeit schlägt nach wie vor voll durch.
Ich war gestern nur 2 Stunden im Club und bin gelangweilt wieder gegangen.
Meine Zeit ” absitzen ” und mich ” vollquatschen ” lassen will ich ja auch nicht:-)
Jeden Tag die gleichen ( Stamm-) Gäste, die sowieso fast jeden Tag da sind und einfach nur reden wollen- das macht mir keinen Spaß.
Passenderweise hat meine Chefin aus dem Winterclub gestern angerufen, ob ich im August nicht schon für einige Tage kommen möchte und ja! ich muss sagen, ich habe wieder Lust auf meinen Winterclub!
Im August bin ich dort jetzt erst einmal für 3 Wochenenden eingetragen.
Normalerweise ist es ja im Winterclub so, dass man dort nicht gleichzeitig in einem anderen Club arbeiten darf. Vermutlich hat die Chefin ” Angst” , die Gäste würden mit den Frauen hin- und herwandern.
So ist es natürlich für mich ideal. Sie weiß ja, dass ich im Sommer in meinem anderen Club bin und jetzt kann ich erstmalig in beiden Clubs arbeiten, weil sie ja diejenige war,die mich für einige Tage haben wollte.
In Zeiten wie diesen geht mir der “Sommerclub” ab und zu auf die Nerven, weil wir ja nicht einmal an den Getränken etwas verdienen und viele Stammgäste den Club zwar einigermaßen beleben, aber eben nur reden wollen und davon haben wir ja nichts.
Im Winterclub werden wir über die Getränkeprovision auch für das reden bezahlt und dann macht mir das gar nichts aus:-)
Wenn dort nicht die festen Öffnungszeiten wären, wäre ich schon längst wieder dort.
Die Chefin hat sie jetzt sogar noch einmal verschoben, so dass wir zwar erst um 22.00 da sein müssen, aber dann bis um 05:30 Uhr und bis ich dann im Bett liege ist es 07.00 Uhr. Das ist mir in der Woche zu spät.
Gestern bin ich z.B. erst um 00.40 im Club gewesen und schon um 02:40 Uhr gegangen.
Das kann ich im Winterclub nicht. Dafür verdiene ich dort natürlich immer, aber im Moment ist mir die Freiheit wichtiger als der Verdienst und daher bin ich noch im Sommerclub, freue mich jetzt aber auch auf die Mädels und die Gäste des Winterclubs.

Was passiert hinter den Kulissen eines Edelbordells ( Teil 2)

In Teil 1 hatte ich bereits über meinen ” Winterclub” geschrieben.
Im Moment arbeite ich in Club b – meinem ” Sommerclub”, bin allerdings dort gerade nicht ganz so glücklich, so dass ich überlege auch im Sommer lieber in Club a zu arbeiten.
Das Geschäftskonzept von Club b unterscheidet sich deutlich von Club a.
Der große Vorteil ist, dass die Mädchen kommen und gehen können wann sie wollen.
Es gibt keine festen Arbeitszeiten, dafür natürlich aber auch kein Garantiehonorar.
Es ist nicht so wie vielleicht viele denken, dass die Mädchen täglich 5-6 Gäste haben.
Das mag vielleicht auf der Straße so sein, in den Edelbordellen sieht es etwas anders aus.
Da kann es auch durchaus passieren, dass die Mädels über einige Tage nicht einen Gast haben.
Dafür ist dann der Verdienst bei den einzelnen Gästen wieder höher.
Ich persönlich ziehe es vor lieber wenige, dafür aber gute Gäste zu haben.
Ein Garantiehonorar- auch wenn es sehr niedrig ist – kann einem dann schon über die ” gästefreie Zeit” helfen.
Im Sommer verzichte ich allerdings lieber auf die Garantie und genieße dafür meinen Tag etwas länger.
In Club b kann ich wie gesagt kommen und gehen wie es mir beliebt.
In der letzten Woche war ich einige Male erst kurz nach Mitternacht da und bin um 03.00 Uhr schon wieder gegangen, weil ich keine Lust mehr hatte. Das ist sehr entspannend, verleitet aber auch zu einem gewissen ” Schlendrian”.
In Club a hätte ich meine Zeit ” absitzen müssen.”

In Club b sind die Getränkepreise recht moderat, aber die Mädchen bekommen keine Provision auf Getränke.
Dadurch ist der Club aber deutlich voller als Club a, in dem die Getränkepreise schon für ein Bier im zweistelligen Bereich liegen.
In Club b kommen viele Gäste auch einfach nur um etwas zu trinken.
Das hat den Vorteil, dass es dort nie langweilig ist, weil immer Gäste da sind, aber es hat auch den Nachteil, dass viele Gäste einfach nur plaudern wollen und die Mädchen das erst einmal herausfinden müssen. Im ” worst case ” redet man ewig mit einem Gast, hat weder Garantie noch Getränkeprovision und er geht dann ohne nach oben zu gehen. In dem Fall verdient man keinen cent.
Eigentlich kann man das ziemlich schnell checken, aber es gibt Ausnahmen, die langfristig jedoch schaden.
Gestern z.B. war ein Gast da, den ich menschlich sehr mag, der aber nie nach oben geht.
Als wir uns das erste Mal unterhalten haben war es sehr leer und insofern habe ich mit ihm ewig geplauscht, weil kein potentieller Gast da war. Ich habe also nichts versäumt.
Einige Male war er im Lauf der Zeit mein ” Unterhalter” und ” Drinkspendierer ” wenn keine interessanten Gäste da waren.
Gestern nun ging es ihm nicht so gut und er brauchte jemanden zum reden. Das war dann ich- aber gestern hat er mich blockiert, weil potentielle Kandidaten da waren.
Nun bin ich nicht so abgeklärt, dass ich ihn sitzen lasse, obwohl ich das wohl sollte. So habe ich eine um die andere Chance versäumt, weil ich es nicht übers Herz gebracht habe zu sagen: “Sorry, heute können wir nicht plaudern, heute muss ich Geld verdienen und Du musst alleine sitzen bleiben.”.
Das ist das Problem: Ich sitze ja nicht zum Spaß da, weil ich zu Hause lange Weile habe, sondern weil es mein Job ist.
In Club a hätte ich wenigstens Getränkeprovision bekommen, so bin ich mit Null nach Hause gegangen.
Mein Vorteil ist, dass ich gut reden und gut zuhören kann. So habe ich in Club a an manchen Abenden mehr durch Getränkeprovisionen verdient, als Frauen, die auf dem Zimmer waren.

Der nächste große Unterschied ist, dass es für die Zimmer eine ” Mindestuntergrenze” gibt, aber nach oben können die Mädchen den Preis frei entscheiden. Wir haben – unabhängig von dem Preis, den wir berechnen- eine feste Zimmerabgabe und alles was darüber ist, bleibt uns.
Die Mindestuntergrenze liegt schon im gehobenen Bereich, aber unter club a.
In Club a ist allerdings eine Flasche Champagner in jeder Zimmermiete obligatorisch enthalten, dadurch ist der Preis höher.
Nun habe ich in Club b fast immer den Mindestpreis um 25 % angehoben, weil ich aus der Erfahrung aus Club a weiß, dass die Grenzen nach oben noch offen sind und die Gäste auch höhere Preise zahlen.
Und in der Regel bekomme ich meinen geforderten Preis auch.
Das gibt natürlich Unruhe unter den Mädchen, die nur den Mindestpreis verlangen.
Letztens hatten wir eine Situation, die kritisch war.
Ich bin mit einem Gast zu ” meinem Preis ” nach oben, habe nach einer Stunde eine zweite Frau nach oben geholt, weil ich wusste, sie hatte nichts verdient.
Statt zu warten, hat sie ihm sofort ihren Preis – den Mindestpreis – genannt, der deutlich unter meinem lag.
Nun hat er also für diese Stunde zwei verschiedene Preise bezahlt. Ihm war das egal, aber die Frau war sauer, dass ich mehr verdient habe und wollte, dass wir die Gesamtsumme teilen.
Ich habe das mit dem Hinweis abgelehnt, dass ich sie nach oben geholt habe, damit sie überhaupt verdient und es natürlich nicht mein Problem ist, wenn sie sich ” unter Preis” verkauft.
Damit hatte ich die nächste gegen mich:-)
Grundsätzlich finde ich diese Regelung aber super, weil wir sehr flexibel agieren können.
Sehr fair ist auch die ” Auslöse”, d.h. wenn wir mit einem Gast den Club verlassen.
Hier zahlen wir einmalig 50,00 Euro- unabhängig davon was wir dem Gast in Rechnung stellen.
Das kann eine relativ geringe Summe sein, wenn der Gast z.B. nur eine Stunde tanzen gehen will, aber auch eine sehr hohe Summe wenn der Gast möchte, dass wir bei ihm im Hotel übernachten. Wir zahlen trotzdem immer nur die 50,00 Euro.
In Club a müssen wir bei jeder Stunde die Hälfte abgeben. Bleibt also ein Gast mit uns 5 Stunden im Hotel – auch über unsere offizielle Arbeitszeit hinaus – zahlt er 5 Stunden und davon bekommt der Club die Hälfte.
Wobei das auch in Ordnung ist- ohne den Club hätten wir den Gast ja gar nicht kennengelernt.

In Club b sind über den Abend verteilt ca. 30 Frauen anwesend.
Manche fangen an wenn der Club öffnet ( 20.00 Uhr), gehen dann aber schon um Mitternacht oder früher, weil sie tagsüber einen anderen Job haben. Andere kommen erst um Mitternacht und bleiben bis um 06.00 Uhr. Die Kernzeit, zu der sehr viele Frauen anwesend sind, ist zwischen 23.00 Uhr und 01.00 Uhr.
Manche arbeiten fast täglich, andere nur 1 x im Monat wenn sie Geld brauchen. Alles ist möglich.
In Club b haben viele Frauen einen zweiten Job, den sie tagsüber ausüben.
Dadurch ist vieles nicht so professionell wie in Club a, wo nur Profis arbeiten.

Was ich an Club b mag ist die absolute Flexiblität. Im Sommer wirklich ideal.
Andererseits sind die Gäste in Club a deutlich ” besser”, weil in Club b viele ” Blasenquatscher” ( so nennen wir sie) die Frauen von der Arbeit abhalten. ” Statisten” , die nie ein Zimmer machen würden.
Zudem sind die ” biertrinkenden Barhocker” nicht unbedingt meine Lieblingsgäste.
Die, die in Club b nach oben gehen sind aber gut und wieder mit den Gästen aus Club a vergleichbar.
Nur in Club a gibt es keine ” Statisten”. Dort machen alle Gäste Umsatz, dafür sind es aber deutlich weniger Gäste.
In Club b sind viele Gäste, von denen viele aber keinen nennenswerten Umsatz machen.
Wie gesagt, wenn in den Sommerferien die Geschäftsleute wegfallen ist es in Club a unerträglich langweilig, in Club b sind wenigstens Statisten, die manchmal auch für Stimmung sorgen:-)

So haben also beide Clubs Vor – und Nachteile, die man gegeneinander aufwiegen muss.
Im Moment ist die Stimmung in Club b sehr schlecht, so dass es mir nicht so viel Spaß macht dort zu arbeiten, andererseits genieße ich im Moment meine ” Freiheit” die Zeit selbst einteilen zu können.

Das ” Problem” ist: Die Chefs in Club a wissen, dass ich im Sommer in Club b arbeite. Das ist auch okay, aber ich könnte nicht täglich ” switchen”. Heute hier, morgen da geht nicht.
Dem Chef in Club b wäre das egal, aber in Club a muss man sich entscheiden: Entweder arbeitet man fest dort, oder gar nicht. Aber nicht zeitgleich in anderen Clubs. Das respektiere ich. Ausnahme sind die Messezeiten. Da wird jedes Mädchen in Club a gebraucht:-)
So bleibe ich also im Moment noch in Club b, aber immer mit der Option im Hinterkopf jederzeit auch in Club a gehen zu können.