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Gay Friendly

Ich muss mir ein Hotel buchen und stolpere in dem Hotel meiner Wahl gerade über den Zusatz ” Gay Friendly”.
Was soll das bedeuten?
Also was das übersetzt bedeutet ist mir schon klar, aber warum ist das erwähnenswert?
Ich meine ” kinderfreundlich” finde ich z.B. erwähnenswert, weil ich eben unter Umständen entweder ( wie ich) meine Ruhe haben möchte, oder wie Eltern eben gerade nach möglichst vielen Spielkameraden für die Kids suche.
Aber Gay Friendly?
Habe ich ja noch nie gelesen? Und ich wüsste jetzt auch nicht was mir das sagen soll. Mir doch völlig egal, ob da Schwule oder Heteros absteigen- ich suche ein Hotel und keinen Swingerclub.
Bin etwas verwirrt.
Bin ich da als Hete unerwünscht?
Mir sind ja Schwule viel angenehmer als Heteros- da kann ich wenigstens abends in Ruhe an der Bar sitzen ohne blöd angequatscht zu werden. Komisch finde ich es trotzdem!
Stehe ich jetzt auf dem Schlauch? Kann ich das sorgenfrei buchen oder erwartet mich da eine Überraschung?

19 Kommentare

  1. ich denke einfach mal dass das hotels sind die spezielle angebote für gays, was zum beispiel touren und gaybars angeht haben.

  2. venusreport sagt:

    Ich kann mich irren- aber ich habe das Gefühl, dass Gays immer besser informiert sind als Heteros.
    Wäre mir neu, dass die einen speziellen Concierge brauchen. Aber vielleicht kenne ich nur die falschen Gays:-)
    Das Hotel hat einen ziemlich großen und sehr gut ausgestattenen Wellness-Bereich mit Pool, Whirlpool, mehreren Saunen usw. Vielleicht liegt es daran- so unter dem Motto : Keinen Schreck bekommen…!
    Ich werde das Hotel buchen und berichte dann, wenn es etwas ungewöhnliches zu berichten gibt.
    Ich war mal (alleine!) in Bangkok eine Nacht in einem Hotel, das offensichtlich ein ” Geheimtipp” für Sex-Touristen war. Großer Himmel!
    Kein Witz- da war ich beim Frühstück die einzige! Frau unter x notgeilen Typen- schlimmer kann’s also nicht kommen.
    Vermutlich werde ich danach sogar in Zukunft immer auf den Zusatz ” Gay-friendly” achten:-)

  3. mehrspieltrieb sagt:

    http://www.amazon.de/Piece-Cake-Cupcake-Brown/dp/0553818171/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1258068587&sr=8-2

    hey venus

    hier en buch über prostitution, das sehr gut sein soll (new york times bestseller)

    dachte ich lass dir mal den link zukommen

  4. venusreport sagt:

    @mehrspieltrieb-hört sich interessant an.Danke für den Link!

  5. der frisoer sagt:

    also ein kollege hat auch mal so ein Hotel gebucht – du kannst dir vorstellen, welche lachnummer das war…

    Aber angeblich sind gays nicht in allen hotels willkommen – wohl auch deswegen, weil gays die betten ziemlich versauen…

    Lg
    Der Frisoer

  6. venusreport sagt:

    @Friseur – Mich hat an der Rezeption noch nie einer nach meinen sexuellen Vorlieben gefragt:-)
    Und – ich bin mit meinen Kollegen oft in Hotels unterwegs und manchmal schlafen auch zwei Kollegen ( die dann nicht schwul sind) in einem Zimmer- einfach weil es nur noch Doppelzimmer gibt ( z.B. zu Messezeiten). Da gab es noch nie Probleme.
    Ich kenne nun aus meinem anderen Job genug Heteros, die Hotelzimmer regelrecht verwüsten…vor allem Suiten wo oft exzessive Parties gefeiert werden und die Jungs dann Schumi spielen und die Champagnerkorken knallen lassen ( nachdem sie die Flasche geschüttelt haben…)
    Ich bin jedenfalls gespannt, was mich da erwartet:-)

  7. HollyGolightly sagt:

    Ich war auch kürzlich in einem Lokal, das mit dem Zusatz “gayfriendly” warb. Beim Frühstück war ich die einzige Frau im Raum, sonst kein feststellbarer Unterschied. Ich hab damit kein Problem, da ich eh oft mit meinem besten Freund in Schwulenbars unterwegs bin u das Gefühl “einzige Frau” gut kenn. Vielleicht ist der Zusatz als “Warnung” für Personen mit Berührungsängsten gedacht.

  8. HollyGolightly sagt:

    Ich meinte nicht “Lokal”, sondern “Hotel” ;-)

  9. venusreport sagt:

    @HollyGolightly, sooo ein schöner Name:-) ich liebe Audrey Hepburn! Sie war soooo schön!
    Mir macht das auch nichts- im Gegenteil! Privat gehe ich ausschließlich in Schwulenbars und es nervt mich, dass sich da immer mehr Heteros rumtreiben:-)

  10. Judy sagt:

    Schwule verwüsten die Betten mehr?! Äh…ja.

    Ich hab das ja noch nie gesehen, so einen “gay friendly” zusatz. Das erinnert mich doch stark an “dog friendly” und so einen Quatsch.
    Hier in München sind “einschlägige” Locations mit der Regenbogenfahne gekennzeichnet, teilweise sehr dezent, so daß es auch nur “Eingeweihte” sehen. Wobei man es natürlich merkt, wenn man dort ist.
    Ich bin auch mal sehr oft in Schwulenbars etc gewesen, hatte einen sehr guten schwulen Freund.

    @Holly: Ich liebe “Breakfast at Tiffany’s” ;)

  11. venusreport sagt:

    @Judy – was ich mir vorstellen kann, dass Schwule mit ihrem Gleitgel manche Betten versauen. Wir durften im Club auch nur bestimmte Gleitgele nehmen, weil manche Flecken hinterlassen haben, die beim waschen nicht rausgegangen sind.
    Wobei ja viele Hotels weiße Wäsche haben, die man kochen kann- im Club gibt’s keine weiße Wäsche:-)

    Ich finde den Zusatz auch nach wie vor irritierend.
    Selbst ” dog friendly” könnte ich noch nachvollziehen. Manche haben ja Angst vor Hunden, oder Allergien und die können dann solche Hotels meiden. Aber Schwule? Ich hätte absolut keine Idee warum man darauf explizit hinweisen muss.

  12. der frisoer sagt:

    ich hab ja auch nicht an der rezeption gemeint, sondern den zusatz “gay-friendly” auf der hotelykhomepage
    Lg
    Der Frisoer

  13. Berthold sagt:

    Ich denke es handelt sich hier weniger um eine Warnung für Heten als vielmehr einen kleinen Willkommensgruß an die Szene. Damit ist nicht nur der geholfen, wenn man eine Hotelauswahl trifft und hier definitiv auf der sicheren Seite ist. Homosexuelle sind ein Markt, so wie Hausfrauen, Mütter, Anwälte, Bauarbeiter usw usf. Die Dunkelziffer deutet zumindest auf 10% der Bevölkerung, und da die meisten Schwulen nicht nur überdurchschnittlich talentiert zu sein scheinen sondern sich auch und gerade über Ihre Sexualität definieren und zusammenschließen entstehen weite Netze zahlungswilliger und -fähiger Kunden. Wer mit so einem Zusatz in einen Szenezirkel einsteigen kann, kann im Idealfall mit einem gehörigen Mehrumsatz rechen.

  14. venusreport sagt:

    @Berthold- ich schätze die Dunkelziffer noch höher ein…!

    Die Schwulen, die ich kenne ( und das sind einige) sind sowohl zahlungsfähig als auch zahlungsfähig.
    Ich habe da auch so meine Theorien warum das so ist.
    Insofern stimme ich Dir zu: Es ist eine interessante Zielgruppe und der Hotelmarketingmensch hat das wohl ganz richtig erkannt.

  15. Berthold sagt:

    Ich brauche wohl nicht dazu zu sagen, dass ich die dahinterliegende Recherche nicht ganz uneigennützig betrieben habe. Allein umgesetzt habe ich es bisher nicht. Kommt aber sicher noch.

  16. mehrspieltrieb sagt:

    eigentlich mal eine ganz interessante Idee, die mir da grade kommt! Weichen Schwule was bestimmte Charaktermerkmale (denke da an die BIG-5, Intelligenz, Ehrgeiz etc.) von heterosexuellen Männern ab? Sowas ist ja immer normalverteilt, mich würde mal interessieren ob es da unterschiede gibt und wenn ja wie groß die sind. Werde mal recherchieren ob es da Studien gibt und euch dann bescheid geben. Falls nicht ist das ja mal eine ganz nette Idee für psychologische Forschung, nur eventuell schwierig an eine repräsentative Stichprobe ranzukommen— also nicht nur die “Party”-Schwulen, sondern alle möglichen— und dann ist es auch ein Problem an “nicht-geoutete” ranzukommen. Aber ihr bringt mich auf gute ideen :)

  17. meinspieltrieb sagt:

    und sofort das Ergebnis:

    es scheint Unterschiede zu geben, die sind aber eher klein bis mittelgroße, in manchen Studien findet man auch keine Unterschiede.Also alles im allen ist es sehr unklar.

    Homosexuelle Männer sind nicht kreativer als heterosexuelle Männer.

    Es gibt keinen Unterschied beim Gesamt-IQ, ABER: die verbale Intelligenz von schwulen Männern ist signifikant höher als die von heterosexuellen (allerdings niedriger als die verbale intelligenz von Frauen, hihi)
    Außerdem gab es in der Studie keinen homosexuellen Mann dessen nicht-verbaler IQ höher oder gleich hoch war wie sein verbaler-IQ. Das ist ziemlich interessant, finde ich!

    Nunja, ich muss sagen, dass die Studien, die es gibt oft nicht gerade repräsentativ sind. Entweder es wurden nur Studenten befragt oder es waren Online-befragungen…. Also gibts da noch Forschungsspielraum :)

  18. venusreport sagt:

    @Meinspieltrieb- bei solchen Studien kann ich Dir vielleicht helfen, aber dann nicht hier.
    Wäre vielleicht eine Idee für eine Doktorarbeit*g*.

  19. venusreport sagt:

    @meinspieltrieb-musste gerade noch einmal schmunzeln:-)
    Mir wird jetzt klar, warum unser Außenminister vorzugsweise Deutsch spricht…und auch warum ich schwule liebe:
    Wir verstehen uns – bei mir ist der nicht-verbale IQ auch niedriger als der verbale:-)

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