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Hier nun die zweite Story von letzter Woche:
Ich habe im Club zwei ” Lieblingsfrauen”, die sich aber unglücklicherweise nicht verstehen.
Sagen wir so:
Ich wusste, dass sie sich früher gut verstanden haben ( die Zeit habe ich noch erlebt) und dann muss etwas vorgefallen sein. Keine hat erzählt warum sie nicht mehr miteinander sprechen und ich habe nie gefragt, weil ich dachte das würde sich von alleine klären.
Beide sind aus Kenia und kennen sich ewig. Das wusste ich.
Jade hat niemals ein schlechtes Wort über Michele verloren, aber Michele war ab und zu etwas ” eifersüchtig” wenn ich mich zu sehr um Jade ” gekümmert” habe und hat dann klitzekleine Spitzen geworfen.
Ich habe das ignoriert und versucht beiden gerecht zu werden.
Normalerweise sitzen Michele und ich zusammen in ” unserer Ecke”, und mit Jade bin ich viel bei den Flattervögeln unterwegs.
Wie gesagt: Jade hatte auch kein Problem, wenn ich bei Michele saß, aber Michele hat schon genau beobachtet wie ich mit Jade umgehe.
Ich habe es wahrgenommen, aber es hielt sich in Grenzen und insofern habe ich es laufen lassen.
Letzte Woche nun saß ich den ganzen Abend bei Jade – einfach weil vorher “mein Platz” neben Michele besetzt war und dann hatte ich mich zu Jade gesetzt und blieb dort auch sitzen als ” mein Platz” neben Michele frei wurde.
Ich habe schon gesehen, dass das Michele nicht gefallen hat, aber ich dachte: Gut, da muss sie durch!
Ich mag beide und fertig.
Dann aber stand Michele auf, kam zu mir und redete ” wirres Zeug”.
Sie hat zwar mich angesprochen, aber es ging eigentlich um Jade- das war mir klar!
Also habe ich gesagt:
” Mir reicht’s jetzt. Was ist los mit Euch? Ich habe keine Lust hier zwischen zwei Stühlen zu sitzen und möchte, dass ihr das klärt.”
Erst haben sie gar kein Wort gewechselt. Haben so getan als hätten sie mich nicht verstanden.
Ich habe dann aber konkret gefragt was passiert ist.
” Nichts. ”
” Nichts”.
Wunderbar.
” Es muss doch etwas passiert sein. Ihr redet seit ewigen Zeiten kein Wort mehr miteinander und ich will jetzt wissen warum.”
” Ist nichts”
” Gar nichts!”
Frauen!
Den beiden war dann aber schnelll klar, dass ich jetzt nicht eher aufhören würde zu nerven bis ich erfahren würde was passiert ist.
Nach etwas bohren kam dann der Hammer:
Vor einigen Wochen oder Monaten vielmehr war Jade schon da, Michele kam später und hat Jade angeblich keines Blickes gewürdigt.
Daraufhin war Jade sauer und hat mit ihr am nächsten Tag auch nicht mehr gesprochen.
Michele aber sagt, dass Jade einen Gast hatte und sie deswegen nicht Hallo gesagt hat. Einfach um nicht zu stören.
Jade sagt, sie hätte ja später Hallo sagen können.
Da hatte Michele aber angeblich schon vergessen, dass sie Jade noch Hallo sagen muss, weil sie es am Anfang nicht gemacht hat.
Also hat sie nicht Hallo gesagt und den nächsten Tag hat Jade nicht Hallo gesagt und das war es dann…!
Seit diesem Tag haben sie kein Wort mehr miteinander geredet!
Ich dachte ich spinne!
Und wer jetzt denkt, die Sache sei damit geklärt gewesen..weit gefehlt!
Die beiden haben sich angezickt bis zum geht nicht mehr und es ging nur um dieses Hallo!
Ich kam mir vor wie im Kindergarten!
Sie wollten sich auch partout nicht vertragen!
Also habe ich die Kindergartennummer mit ihnen gespielt und gesagt.
” Okay, ihr benehmt Euch wie Kinder, dann müsst ihr auch so behandelt werden!”
” Ihr wollt Euch nicht vertragen und findet Euch auch eigentlich völlig blöd? ( ich wusste ja, dass sie sich eigentlich mögen, nur beide zu stolz sind nachzugeben).
“Okay, dann schneidet Grimassen”. Streckt Euch gegenseitig die Zunge raus, zeigt Euch einen Vogel, schneidet Euch gegenseitig böse Grimassen.”
Sie haben mich angesehen als wäre ich irre, aber das gute war, sie waren sich einig, insofern, dass beide dachten ich sei jetzt völlig bescheuert.
Ich habe sie aber nicht entlassen und gesagt, dass wir alle jetzt so lange hier sitzen bleiben bis sie mindestens zwei Minuten gegenseitig Grimassen geschnitten haben. Erst dann können sie gehen.
Sie hatten keine Lust mehr, aber das war ihre einzige Chance die Sache zu beenden, also haben sie angefangen Grimassen zu schneiden:-)
Und was soll ich sagen: Das klappt fast immer!
Die beiden mussten so über sich lachen, dass das Eis gebrochen war und wir zu dritt noch den ganzen Abend darüber gelacht haben.
Na bitte! Geht doch!
Ich hoffe auch das bleibt so. Ein zweites Mal klappt das mit den Grimassen nicht!
Sie haben mir dann vieles erzählt was sie gemeinsam schon alles erlebt haben. Jade war vor ein paar Jahren verheiratet und Michele war sogar Trauzeugin. Das wusste ich nicht und das ist auch eine Hammerstory, aber die kommt dann ein anderes Mal.
Ich bleibe heute zu Hause-Vollmond – die irren sind los, und nehme mir daher den Brief, den mir meine Kollegin geschrieben hat, direkt noch einmal vor und kommentiere direkt hinein.
Meine Kommentare sind fett und kursiv – zur besseren Unterscheidung:
Schuhputzen auf dem Pfennigabsatz
Oder: scheiß_(aufs)_geld
Gerade in der Woche, wo ich mich mal wieder mit Existenz-Philosophie sowie der Unbill befasse, die meine Mutter hat durch meine Art, Geld zu verdienen, höre ich: du bist in der Textur zu teuer, bist zu links. Die mir teure Frau, die das sagt, verortet sich liberal-konservativ. Sie ist für mich eine schockierende Offenbarung. Denn es ist Eine, meine ich, die in diesem Job mit vollem Bewusstsein und frei arbeitet, zumal mit dem Ansatz der offensiven Beleuchtung auch der guten Seiten, im Grunde per se kritisch zu den herrschenden Verhältnissen. Sie kann also nicht konservativ sein?!
Ja, ich bin liberal- konservativ, aber trotzdem kritisch. Das eine schließt das andere nicht aus.
Konservativ bedeutet ja nicht sich mit den Gegebenheiten grundsätzlich bis in alle Ewigkeit abzufinden.
Meine Wertvorstellungen mögen in der Basis konservativ sein, liberal in jedem Fall, aber das bedeutet nicht, dass ich ” Altbewährtes” kritiklos adaptiere.
Mir fällt schließlich nur ein: ich bin nicht links, sondern rot. Und rot und schwarz bedeuten „autonom“, also die Unabhängigkeit.
Mir geht es allein darum, dass Menschen sich frei entfalten können, alle. Dass alle virulenten Bedürfnisse gestillt werden, ohne das dies auf Kosten Anderer,
Schwächerer egal wo auf der Welt geht. Ist dies nicht allgemein Gut?
Das unterscheidet uns im Ansatz erst einmal nicht, macht mich aber nicht rot:-)
Ich sehe nur, dass sich nicht alle Menschen frei entfalten möchten, aber dennoch mit den anderen auf einer Stufe stehen wollen und da unterscheiden wir uns womöglich. Also nicht wir beide, sondern unsere Meinung dazu.
Es muss Unterschiede geben, zwischen Leistungsträgern und Schmarotzern. Beide haben die Möglichkeiten sich frei zu entfalten und die soll auch jeder bekommen, aber nur die, die sie auch nutzen sollen auch profitieren. Das ist dann wohl wieder schwarz:-)
Schwäche kann auch Bequemlichkeit oder Ausrede sein. ( Die Umstände, die Kindheit, die Gesellschaft- blabla. Die eigene Lebenswirklichkeit schafft sich jeder selbst! Mit wenigen Ausnahmen natürlich, die wirklich von Schicksalsschlägen wie z.B. einer schweren Krankheit heimgesucht wurden).
W i r k l i c h schwache Menschen schone ich, hülle sie in Watte, verteidige sie vor allen, die sie schamlos ausnutzen, gebe sehr viel mehr als ich jemals nehmen würde aber die wenigsten – in unserer westlichen Gesellschaft – sind wirklich schwach, sondern phlegmatisch, nicht mutig genug und wollen ihre Komfortzone nicht verlassen.
Sollen sie dort bleiben, aber mit der Konsequenz, dass andere sie überholen und ihnen nichts abgeben ( warum auch?)
Dabei gehe ich an die Menschen – als Austragende des gesellschaftlichen Zusammenhangs, als player auf der Weltbühne – immer wieder neu und ohne Vorbehalt heran. Jedermann, der da kommt, hat im Grunde die Chance, zu erfahren, dass “öffentliche Personen” Fotze, Herz und Kopf haben. Dass sie eben genau darum materiell auf eine Ordnung in den Leidenschaften bedacht sein müssen: Freiheitsräume in bestehender Ordnung sind riskant für alle Beteiligten, aber richtig für eine paradox entfesselnde, belebende Intervention. Sie können durch Zufall überall in Erscheinung treten, sie sind dabei per Programm in der Prostitution eingelagert.
Sobald frau mit dem bürgerlichen Groß- und Kleinfamilienterror eingehende Erfahrung gemacht hat, und mit der Unart von Männern die Bekanntschaft, sich über „teile (Frauen) und herrsche“ gemein zu behaupten, statt emotional präsent und ehrlich zu handeln, ist sie freigesetzt, zu agieren.
Applaus! 100 % D’accord!
Ihren Austausch hat sie, nunmehr auf sich gestellt, achtsam mit Sinnen fürs Detail beim Geben und Nehmen, jenseits unschöner Konvention zu gestalten. Statt Enttäuschungen und Verletzung verhärten zu lassen, kann sie den Spieß gegen die kranke Gesellschaft umdrehen und auf Lust setzen. Darauf, das Spiel des Ausgleichs zwischen Mangel und Fülle zu beherrschen; ihre Position jenseits von patriarchaler Genealogie zu entdecken und zu erweitern auf neuplatonischer Spur (erkennend Schönheit und Erkenntnis).
Ein schönes Plädoyer für die Prostitution! Auch wenn ich den Spieß nicht auf die ” kranke” Gesellschaft richte, unterschreibe ich Dir das in großen Teilen.
Ich denke, dass viele genau das bei uns nicht erwarten, auch wenn ich es hier schon einige Male gesagt habe: Ich werde von Gästen nicht enttäuscht und nicht verletzt ( im Gegensatz zu so vielen Frauen, die diesen Job nicht machen und von Partnern verletzt / enttäuscht werden)
Und ja, bzw. nein- ich möchte wie Du auch in der Tat dieses klassiche Kleinfamilienleben ( Terror wie Du es nennst) nicht leben. Da bin ich dann wohl nicht konservativ genug:-)
Ich bin sehr viel freier und vermutlich auch sehr viel glücklicher als viele Frauen, die in einer klassischen Beziehung leben. Gilt natürlich wie immer nicht für alle:-) Verrückt nur, dass sie uns bedauern, während wir sie bedauern:-)
Ist nun die Hingabe ihrer sinnlichen Gegenwart (nicht ihres Geldes!) quasi als Geschenk an nur einen Lebensgefährten zugleich möglich mit ihrer „gewerbsmäßigen Freigabe des Körpers für sexuelle Handlungen einschließlich Geschlechtsverkehr“ (Lexikon der Erotik)? Ja – ist meine prozessierende Antwort; wenn sie dies möchte, und wenn sie letzteres vor dem Einlassen in die Beziehung angesagt hat; und, solange sie es schafft, glücklich zu werden. Und das geht nur, wenn auch der Mann aus seinem Herzen keine Mördergrube macht, aus einer Leben-statt-Besitz-bejahenden Weltanschauung heraus.
Dazu hatte ich gerade einen Artikel geschrieben. Ich respektiere das Stück für Stück etwas mehr, auch wenn es nicht meine Lebensform werden wird. Da bin ich dann wohl wieder zu konservativ:-)
Unter freien Arbeits-Bedingungen ist auch die Preisgabe vom “gefesselten sexus” zugleich gesellschaftlich wertvoll, indem sie einsame, eingeschlafene, verunsicherte oder präpotente Schwänze aufmöbeln und zugleich zur Intimität transformieren kann, ohne sich in eine bestehende Beziehung einzuschalten. Kostspielig, weil eine Menge Kompetenz in Energie-Haushaltung dahinter steckt, und ehrbar, weil sie Frieden und Befriedigung schafft.
Wahre Worte. Der Kernpunkt “…ohne sich in eine bestehende Beziehung einzumischen!”
Vorteil sowohl für den Mann als auch die Frau- Keine SMS, keine verletzten Gefühle auf mehreren Seiten, keine Terroranrufe der ” Geliebten”- kein Stress und die Partnerin behält den Status als unangefochtene Nummer 1!
Im klar abgegrenzten Rahmen der Anbahnung bis zum Äquivalententausch (Sex, Geld, Worte und Gesten sind Gleitmittel) kannst du etwas über die Welt und über dich selbst erfahren.
JA! Und dafür bin ich dankbar! Ich habe in diesem Job in sehr kurzer Zeit mehr über mich, mein Leben und die Gesellschaft gelernt, als ich bis ins hohe Alter je gelernt hätte, wenn ich ein” normales Leben” geführt hätte.
Egal, was kommen mag- bis zum heutigen Tag werde ich an diese Zeit immer zärtlich zurückblicken und dankbar für diese wunderbare Erfahrung sein.
Nicht immer waren die Erfahrungen positiv- gerade im Blick auf die Realität der gesellschaftlich gelebten zwischenmenschlichen Beziehungen- aber sie waren immer wertvoll! Und dafür sage ich DANKE. Danke zu mir, dass ich den Schritt gewagt und dadurch viel gewonnen habe!
Mein Gast aus den Flattervögeln kauft mir etwa Blumen, Eis und zudem Bier bei Kaisers, spielt vor mir Mundharmonika, und steht in mir, kommt aber nicht. Derweil dringt Telefon. Ihn in den Schlaf.
Mit dieser idealistisch bleibenden Naivität möchte ich weiter der Poesie des Zufalls dienen.
Im Verhältnis zur Königin. Beim Risiko der Mätresse!
Schöner Schlußsatz!
Danke Romy für diesen wundervollen Brief!
Gleich werde ich den Brief, den mir eine Kollegin gestern geschrieben hat per Mail oder als Kommentar bekommen und möchte vor der Veröffentlichung noch etwas dazu sagen.
Zunächst einmal schätze ich diese Kollegin menschlich außerordentlich – das vorangestellt.
Wir hatten letzte Woche ein Gespräch, bei dem es um Wertigkeit ging. Konkret um die Monetarisierung von Dienstleistungen. Dazu kommt morgen noch ein Artikel von mir ” in eigener Sache”.
Sie neigt leider immer etwas dazu sich unter Wert zu verkaufen- sowohl in unserem als auch in ihrem ” richtigen” Job.
Sie ist die erste, der ich von diesem Blog erzählt habe, weil ich bei ihr auch ganz sicher weiß, dass egal was passiert- dieses Geheimnis ein Geheimnis bleibt.
Nun schrieb sie mir hier letzte Woche einen Kommentar ( den ich nicht veröffentlicht habe,weil er zu viele Realdaten enthielt und auch sehr persönlich war) , der mich aber wiederum auf ihre Seite im Netz geführt hat.
Wir hatten einen Tag vorher über einen ihrer ” normalen Jobs ” gesprochen und ich habe gemeckert, weil sie ihrem Auftraggeber viel zu wenig in Rechnung gestellt hat.
So wenig, dass sie sich selbst damit viel zu klein gemacht hat.
Da kannte ich aber ihre gesamte Vita noch nicht.
Nun habe ich sie also über den Kommentar im Netz gefunden und war richtig schockiert.
TOP VITA, TOP SEITE – sie hätte von ihrem Auftraggeber das 20-fache nehmen müssen und das habe ich ihr am nächsten Tag auch gesagt.
Und wieder gemeckert, dass sie sich so unter Preis verkauft- das ist auch nicht glaubwürdig für den Auftraggeber, weil es ein völliger Break zu dem ist was er erwarten würde.
Ich sagte ihr sie sei zu links ( politisch) und müsse lernen ” rechts ” bzw. ” rechter” zu denken.
Sozial ist ja schön und gut, aber in ihrem Fall geht das auf ihre Kosten und führt immer wieder zu finanziellen Engpässen.
Also war das den ganzen Abend unser Thema und später sind wir beide zu den Flattervögeln gegangen um zu entspannen.
Ich wusste auch, dass sie aktuell einen finanziellen Engpaß hat- kein Wunder…!
Und nun ergab es sich bei den Flattervögeln, dass ein Gast unbedingt mit ihr gehen wollte und sie ( WOW – ich war sooo stolz auf sie) ihm einen wirklich horrenden Preis genannt hat- schätze einer der höchsten Preise, die je bei den Flattervögeln bezahlt wurden:-) und er hat diskussionslos JA gesagt.
Ich habe dann noch kurz dafür gesorgt, dass sie das Geld auch vorher tatsächlich in bar bekommt und darauf hat sie nun diesen Brief geschrieben.
Er ist etwas schwierig zu lesen, aber wenn man sich die Zeit nimmt sie verstehen zu wollen, dann ist es ein sehr interessanter Einblick in die Gedankenwelt einer Prostituierten. Ein Einblick der sich von meinen Ansichten in einigen Punkten sehr unterscheidet, aber schon von daher sehr interessant.
In vielen Dingen stimmen wir überein, sie drückt es nur intellektueller aus – aber mir gefällt es!
UPDATE:
Der Brief ist jetzt hier unter ” Kommentare” gelandet.
Ich finde ihn so interessant, dass ich spätestens morgen noch einmal im einzelnen darauf eingehe.
Letzte Woche hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer Kollegin über das ich selbst erst einmal nachdenken musste.
Natürlich bin ich wie andere auch nicht frei von Vorurteilen oder besser gesagt festgelegten Meinungen zu bestimmten Themen.
Ich glaube ich hatte es hier schon einmal erwähnt, dass für mich eine Beziehung neben dem Job nie in Frage kommen würde.
Ich könnte nicht mit anderen Männer Sex haben, wenn zu Hause ein Partner auf mich wartet, würde aber auch keinen Mann haben wollen, der damit leben könnte.
Frauen, die einen Partner haben und den Job machen habe ich nie verstanden und hatte auch kein Verständnis dafür.
Nun gibt es einige, bei denen der Partner nicht weiß, was sie machen.
Auch das wäre für mich keine Lösung.
Bei einer Beziehung die auf so einer Lüge aufgebaut ist, würde mir die Basis fehlen.
Wenn ich jemanden kennenlernen würde ( ich habe es nicht vor
) würde ich sofort die Wahrheit sagen.
Ich bin lieber offensiv, als später dann in der Defensive.
Irgendwann würde er es doch erfahren und da würde ich lieber sofort mit offenen Karten spielen.
Aber wie gesagt – ich würde dann auch sofort mit dem Job aufhören, wenn es ernst werden würde.
Nun hatte ich also mit einer Kollegin über dieses Thema gesprochen.
Sie hat vor kurzem nach fast 10 Jahren Partnerschaft den Vater ihrer beiden Kinder geheiratet ( ein weiteres Kind hat sie aus erster Ehe mitgebracht) .
Ich wusste, dass die beiden in einem alten Haus etwas außerhalb der Stadt wohnen und sie dieses Haus und den kompletten Umbau bezahlt hatte.
Für mich hatte das immer etwas von ” Zuhälterei” – natürlich auf anderem Niveau.
Sie arbeitet im Bordell, kauft ein Haus und er sitzt zu Hause und zählt die Kohle.
Nach unserem Gespräch muss ich aber sagen: Hut ab!
Die beiden führen von Anfang an eine sehr offene Beziehung.
One-Night-Stands sind ihm ” erlaubt”, nur keine langfristige Affäre.
Gleiches gilt für sie und das passt ja dann zu dem Job.
Einzige Bedingung: Immer safe! Wenn ein ” Unfall ” passiert – Kondom gerissen – muss der andere Partner ehrlich informiert werden.
Er kümmert sich um die Kinder und wie er das macht- da haben mir wirklcih die Worte gefehlt.
Ich konnte das Glück, die Harmonie förmlich greifen.
Sie hat mir auf dem Handy Videos gezeigt- WOW!
Er hat für die Kinder ein Paradies geschaffen.
Das Grundstück ist einige Tausend QM groß und ein einziger Kinderspielplatz.
Er hat den Jungs ” Maschinen” so eine Mischung aus Gocart, Seifenkiste und Trike gebaut, mit dem sie über das Grundstück heizen können.
Ein riesiges Trampolin, ein Schwimmbecken, ein Baumhaus, ein ausgemusterter Wohnwagen – alles da was ein Kinderherz begehrt und alles von ihm gebaut,aufgestellt, hergerichtet.
Dazu gibt es jede Menge Tiere und der ” Garten” ist voller Lebensmittel, die er erntet und sogar verwertet.
Kartoffeln, Bohnen, Erdbeeren, Obstbäume, Kräuterbeete und was weiß ich alles. Unglaublich. Die beiden könnten das ganze Dorf versorgen:-)
Und er managt das alles. Die Kinder, das Haus, den Garten, die Küche- repariert die Autos- alles und hält ihr den Rücken frei wenn sie bis mittags schläft.
Und er kommt mir ihrem Job klar.
Sie reden nicht darüber – er fragt auch nicht – aber er selbst nimmt sich eben auch ab und zu die Freiheiten, die er ihr zugesteht.
Mich haben diese Videos mit ihm und den Kindern wirklich beeindruckt.
Ich konnte sehen, wie glücklich dieses Leben eingerichtet ist.
Mich hat das fasziniert und zum umdenken gezwungen.
Für mich wäre das nach wie vor keine Lebensform- absolut nicht- aber so wie die beiden ( bzw. die fünf) leben, kann ich das auch nicht mehr verurteilen.
Ich kenne wenige Kinder von Eltern, die in gesellschaftlich anerkannten Jobs angesiedelt sind, die so ein behütetes und sorgenfreien Leben mitten in der Natur und mit einem Elternteil, dass nur für sie da ist, leben.
Hut ab!
In den letzten Tagen ist nicht viel aufregendes passiert, aber darüber bin ich auch nicht unglücklich.
Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer von mir sehr geschätzten Kollegin, die mir erzählt hat wie sie zu dem Job gekommen ist und ich denke, das interessiert hier einige, wie Frauen zu diesem Job kommen.
Diese Geschichte ist schnell erzählt.
Sie war die Geliebte eines sehr erfolgreichen Mannes, der ihr ein schönes Leben eingerichtet hat, aber mehr auch nicht.
Sie hat ihn offensichtlich wirklich geliebt, das merkt man heute noch nach vielen Jahren. Sie spricht mit viel Gefühl über ihn.
Sie war schon damals nicht so naiv zu glauben, dass er sich wegen ihr von Frau und Kind trennt, aber als es dann soweit war, ist ihre Welt doch zerbrochen.
Sie sagt – und das glaube ich ihr, weil sie eine sehr realistische Frau ist – , dass sie täglich damit gerechent hat, dass er dieses Verhältnis eines Tages beenden wird.
Sie hat sich nie wirklich Hoffnungen gemacht, aber das Ende hat sie dann doch getroffen.
Von da war es ein kleiner Schritt.
Letztendlich war sie bereits (s)eine Prostituierte, auch wenn es gesellschaftlich ein Unterschied ist.
Frauen in ähnlichen Verhältnissen mögen jetzt aufschreien – ich betrachte das einfach sachlich und realistisch.
Er hat sie “bezahlt”, wenn auch nicht nach Stunden, aber er hat ihr den Unterhalt bezahlt, eine Wohnung eingerichtet, ein Auto gekauft usw. und sie hat ihm im Gegenzug seine ” Tagesfreizeit” versüßt und das ist- wenn auch nicht in der offiziellen Redensart- so bei genauer Betrachtung doch ein Stück Prostitution, vielleicht sogar noch schlimmer als in der ” wirklichen” ( Edel) Prostitution.
Ich fände es schwieriger mit nur einem Mann meinen Unterhalt zu finanzieren, weil ich immer abhängig von ihm – von einem- wäre. Ich fände es auch schwierig ständig ” verfügbar” zu sein und nach seinen Regeln zu spielen.
Aber gut, sie hat ihn geliebt, wobei ich auch erwähnen muss, dass sie sicher niemals einen mittellosen Mann lieben könnte.
Das Geld hat in der Beziehung mit Sicherheit eine große Rolle gespielt, aber das gibt sie- im Gegensatz zu vielen anderen Frauen- auch offen zu.
Als die Trennung vollzogen war, hat er sie noch eine Weile wirtschaftlich unterstützt, aber sie hat sich mehr und mehr gefühlsmäßig von ihm abgenabelt.
Irgendwann kam dann der Punkt, an dem sie ganz realistisch nachgedacht hat:
Wenn sie weiter ein Leben im Luxus führen will, muss sie sich einen neuen großzügigen ” Gönner” suchen und wo findet man den am ehesten? Richtig! Im Edelbordell.
Es gibt sicher auch einige andere Orte, aber im Edelbordell sind die Chancen höher, weil dort die ” Dichte” der großzügigen Gönner höher ist, als an vielen anderen Orten, wo man mal durch Zufall einen oder zwei von der gesuchten Sorte kennenlernt.
Alternativ hätte sie natürlich auch versuchen können, mit einem anderen Job selbst viel Geld zu verdienen- aber das lassen wir hier einfach unbetrachtet.
Ja, und das war dann für sie der Startschuß.
Sie ist heute noch speziell. Hat ein 100% iges Auge für die besten Gäste und lässt sich auch nicht durch Statussymbole oder gar durch fehlende Statussymbole täuschen.
Wenn sie sich für einen Gast interessiert kann man sicher sein, dass er finanziell sehr gut ausgerüstet ist, selbst wenn er in Jeans & Turnschuhen auf dem Fahrrad kommen sollte und so tut als könne er sich gerade mal ein Bier leisten.
Sie riecht förmlich, dass das nur Show ist und ihre Treffergenauigkeit ist unglaublich!
Damals hat sie sich geschworen nur eines zu ändern: nämlich keine Gefühle zu investieren, wenn keine Aussicht auf die gegenseitige ” große Liebe” besteht.
Ich kenne sie jetzt 2 Jahre und in diesen zwei Jahren hat sie 2 x eine längerfristige “Beziehung” gehabt, mit anderen Worten, einen Gönner, der sie unterstützt hat. Dann ist sie auch ” treu”, geht nicht arbeiten und konzentriert sich nur auf ihn.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sie für einen Mann eine angenehme Geliebte ist, die dem Mann ” Oasen” schafft- gegen entsprechende Gegenleistung natürlich.
Sie ist – wie ich auch – gar nicht an allen Männern interessiert und geht auch nicht mit jedem hoch.
Sie ist – im Gegensatz zu mir – an längeren ” Beziehungen” interessiert- wenn das Geld stimmt, aber das ist ja auch legitim.
Sie ist sehr ehrlich zu den Männern und sagt auch ganz klar was sie will und was er dafür erwarten kann und das finde ich völlig okay.
Zu dem Kommentar von Waldmeister ist mir noch einiges eingefallen.
In den meisten Clubs finden sich die unterschiedlichsten Nationalitäten und damit auch verschiedene Mentalitäten.
In meinem ” Winterclub” hatten wir letztes Jahr auch einen Katastrophentag.
Wir dachten schon die Straße sei gesperrt. Es kam kein Mensch- aber wirklich niemand.
Salz hat nicht geholfen ( jetzt kenne ich dank “Waldmeister” einen neuen ” Trick”) , ein Mädchen hat einen ” Kaffeezauber ” probiert, auch der half nicht.
Das war eine ganz komplizierte Angelegenheit, insofern kann ich Euch gar nicht mehr sagen, wie genau das funktionieren soll. Ich habe es vergessen. Aber es hat ja auch nicht geholfen:-)
Unsere Hausdame erzählte dann noch von einem Mädchen, das einmal die komplette Eingangstür ( von innen) mit irgendeiner schmierigen Substanz eingerieben hatte. Die Hausdame war außer sich und hat sie sofort alles wieder abschrubben lassen. Die Hausdamen haben es auch nicht immer leicht:-) Auf x-Mädels “aufzupassen” ist bestimmt so ähnlich wie einen Flohzirkus zu hüten.
Jedenfalls war uns an diesem Abend langweilig und dann ziehen sich einige von uns oft nach unten in unseren Aufenthaltsraum zurück und das haben wir auch an dem Abend gemacht. Zum Glück!
Eine schwarze Frau ( ich weiß nicht mehr welche Nationalität sie hatte), hat unten ein Feuer gemacht!
Mitten im Aufenthaltsraum auf dem Fußboden, der zum Glück gefließt ist.
Sie saß davor und war wie in Trance und hat uns erst gar nicht bemerkt.
Wir haben das Feuer natürlich sofort ausgemacht und eine Kollegin hat die Chefin gerufen, die fast aus dem ” Anzug gesprungen” ist. Das Mädchen musste sofort ihre Sachen packen und gehen.
Auch das sollte eine Art Zauber sein, aber da verzichte ich dann lieber auf Gäste…
Sie war in einem Zustand jenseits von gut & böse und hätte das Feuer gar nicht unter Kontrolle gehabt.
Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können.
So ein Mädchen ist natürlich nicht tragbar. Man kann nie wissen, was sie noch alles in petto hat. Das Risiko ist einfach zu hoch und daher musste sie gehen.
Eine ” Voodoogeschichte” habe ich auch noch auf Lager. Die erzähle ich Euch dann morgen.
Wir haben ja wirklich die unterschiedlichsten Erlebnisse mit unseren Gästen und das in vielen denkbaren Variationen ( 1 Gast, 1 Gast + seine Frau, 2 Gäste + 2 Mädels, 1 Gast + 1,2,3,4 Mädels usw.).
Was wir aber sehr selten haben ist die Konstellation 2 Männer und 1 Mädel. Eines unserer Mädchen erzählte mir gestern, dass das im Moment ihre einzige noch offene Fantasie wäre.
Sex mit 2 Männern zu haben. Sie hat ziemlich klare Vorstellungen davon, wie die Männer auszusehen haben und was dann genau ablaufen soll.
Gestern also hat sie beschlossen nicht mehr ewig lange zu warten, sondern sich zwei entsprechende Callboys zu suchen um mit denen ihre Fantasie auszuleben.
Ich bin gespannt wann sie es umsetzt und was sie dann zu berichten hat:-)
In den letzten Tagen beschäftigt mich ja das Thema: Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin: Warum Bravsein uns nicht weiterbringt
Es scheint einfach so, dass Frauen, die die ” Zuckerbrot & Peitsche ” Taktik taktisch klug einsetzen sehr viel erfolgreicher sind als die braven.
Nun bin ich weder brav noch grundsätzlich nett, aber ich taktiere auch nicht.
Wenn ich jemanden nicht mag, merkt er das sehr genau, wenn ich jemanden mag bin ich nett & freundlich.
Eines unserer Mädchen ist nun entschlossen mich ” umzupolen” und mir die ” Zuckerbrot & Peitsche- Taktik” “beizubringen” und unser erstes ” Übungsobjekt” haben wir letzte Woche bei den Flattervögeln getroffen.
Es gibt dort einige Typen, die ich nicht ausstehen kann.
Es ist immer der gleiche Typ Mann: Männer, die mich in langweilige Diskussionen über SEX, Liebe, käufliche Liebe und geilen Sex verwickeln wollen. Ich bin ständig im Nachtleben unterwegs, lerne täglich x- Männer kennen, habe alles schon 1000 x gehört. Es langweilt mich.
Das Muster ist in etwa immer ähnlich. Erst versuchen sie mich anzubaggern. Ich reagiere nicht, weil ich bei den Flattervögeln meine Ruhe haben will. Das fordert sie heraus. Eigentlich ist das ja schon bermerkenswert.
Am Anfang meinen sie es sicher nicht so ernst – baggern alles an, was weiblich ist- immer in der Hoffnung eine wird schon ja sagen. Und viele sagen sogar ja, weil sie den Herren die Nummer – ” Du hast die schönsten Augen o.ä die ich jemals gesehen habe, Du bist die interessanteste Frau, die ich je getroffen habe, Du bist…., Du hast… was weiß ich alles…” Erstaunlich wie leicht sich manche Frauen um den Finger wickeln lassen.
Ich sage nein und schon ist der Jagdtrieb geweckt.
Bei manchen hilft es zu sagen, dass ich eine Prostituierte bin. Sex wollen sie zwar, aber doch bitte kostenlos, schließlich geht es ihnen nur um Sex- die Frau selbst ist austauschbar- Hauptsache sie macht die Beine breit und dann nehmen sie doch lieber die, die sich mit den üblichen Floskeln einwickeln lassen und für ein paar Komplimente willig folgen.
Einige wenden sich dann also ab. Eine Prostituierte? Nein Danke! Perfekt. Das sind mir die liebsten.
Keine Diskussion.
Die anderen legen dann erst richtig los: Ich müsste doch auch einmal richtig geilen Sex haben ( gähn! ) , den könnte ich doch schließlich nicht haben, wenn ich dafür bezahlt werde ( warum nicht? ) und überhaupt was denn mit der Liebe wäre…schon klar! Liebe bei einem One Night Stand…:-)
Aus Erfahrung weiß ich, dass ich solche Diskussionen nicht führen muss- sie dauern Stunden und führen zu nichts. Die Typen plustern sich auf, versuchen sich ” zu verkaufen ” unter dem Motto: “Ich werde Dir das erste Mal im Leben die Sterne zeigen, wenn Du Dich auf die heißeste Nacht Deines Lebens einlassen würdest.”
Nebenbei bemerkt: ( fast ) jeder Mann denkt er sei der Held im Bett , aber die wenigsten kennen auch nur ansatzweise die Anatomie einer Frau. Noch einmal: NEIN, es gibt keinen Orgasmusknopf! Mädels, lasst Euch gesagt sein: Je mehr die Herren reden und ihre Qualitäten loben, desto langweiliger sind sie im Bett.
Und nun war also einer dieser Typen, der immer wieder versucht mich in Diskussionen zu verwickeln bei den Flattervögeln. Er gibt mir nicht einmal Drinks aus, weil er behauptet das alleine würde ihn von anderen unterscheiden und schließlich sei ich eine emanzipierte Frau… Meine Kollegin hat ihn sofort als Übungsobjekt auserkoren. Zuckerbrot & Peitsche.
Ich sage ihr: “Ich kann ihn nicht ausstehen und habe überhaupt keine Lust auf ein Gespräch mit ihm. Er quatscht mich voll und gibt mir nicht einmal einen Drink aus!”
Sie sagt: “Wir machen Zuckerbrot & Peitsche. Du musst gar nichts machen. Behandle ihn so wie immer und er wird alle Drinks bezahlen” .
Ich muss grinsen, weil ich nicht daran glaube, aber es fällt mir nicht schwer ihn so zu behandeln wie immer: “Hauptsache er quatscht mich nicht voll”!
Kaum saß ich an der Bar dockt er natürlich bei mir an. ” Hallo schöne Frau…” Wie ich das hasse…
Ich sage ” Du kannst gerne neben mir stehen, aber bitte nicht reden. Ich möchte meine Ruhe haben”.
Solche Typen ignorieren das natürlich.
Jetzt kommt meine Kollegin: Ich würde das alles nicht so meinen, ich fände ihn eigentlich ganz nett usw.
Ich dachte ich spinne!
Den werde ich nie wieder los.
Er glaubt ihr natürlich, grinst mich an und sagt auch noch, dass er das doch wüsste…ich würde mich nur zieren wollen, aber er hat Zeit.
Ich frage ihn, ob er noch klar im Kopf ist? Wie er auf diese Idee kommt?
So ging es also einige Minuten: Ich habe ihm die ” Peitsche ” gegeben- für mich ganz natürlich, denn ich kann ihn wirklich nicht ausstehen, meine Kollegin kam dann mit dem Zuckerbrot und er fühlte sich seinem Ziel ein Stück näher.
Mir hat das aber keinen Spaß gemacht, also bin ich aufgestanden und habe mir einen neuen Platz gesucht. Das ist nicht mein Ding. Wenn mich jemand nervt will ich ihn auch nicht um mich haben.
Meine Kollegin hat ihn dann aufgefordert mir doch einen Drink auszugeben, um mich etwas versöhnlich zu stimmen und ich dachte noch , jetzt wird sie sehen, dass er ein harter Brocken ist…
Aber nein! Er hat mir den ersten Drink seines Lebens ausgegeben und das ging den ganzen Abend so weiter, obwohl ich ja nun einige Plätze entfernt saß.
Sobald mein Glas leer war hat er ein neues bestellt.
Ich dachte ich falle vom Glauben ab!
Die Strategie hat funktioniert! Gut, es ging nur um Drinks, aber dennoch.
Ich war fasziniert, aber auch abgestoßen.
Wegen ein paar Drinks würde ich die Nummer nicht grundsätzlich spielen, aber hier musste ich ja nichts spielen. Meine Kollegin wollte mir nur zeigen wie es läuft. Das war die erste ” Minilektion” und sie war für mich ziemlich beeindruckend.
Der Unterschied war einfach, dass vorher die ” Zuckerbrot” Komponente gefehlt hat, das scheint der ” Knackpunkt” gewesen zu sein.
Ab und zu gibt es bei uns natürlich auch ” Pretty Woman” Geschichten.
Oft halten die Beziehungen nicht so lange, weil entweder er oder sie doch wieder Sehnsucht nach der Szene haben.
Letztes Jahr hat eine Kollegin von mir sich in einen Gast verliebt. Richtig verliebt mit Schmetterlingen im Bauch und allem was dazugehört. Drei Monate lang ist er jedes Wochenende in die Stadt gekommen, hat sie mit Geschenken überhäuft und einen Haufen Geld bezahlt. Sie war im siebenten Himmel.
Es war immer ihr erklärtes Ziel irgendwann einen ” reichen Gast ” zu heiraten und den Job an den Nagel zu hängen. Aber in ihn war sie auch tatsächlich verliebt. Perfekter hätte es für sie nicht kommen können.
Dann hat sie relativ schnell hier alles aufgegeben und ist knapp 600 km weiter zu ihm gezogen. Sie war so glücklich!
Ich habe mich für sie gefreut, die beiden waren ein süßes Paar und haben gut zueinander gepasst.
Sie ist eine dominante Diva, er ein sehr erfolgreicher Mann, aber privat eben devot. Das passte perfekt.
Sie haben sich in seiner Wohnung sogar ein kleines Studio eingerichtet, um ihr Sexualleben ausgiebig ausleben zu können.
Wenn sie in der Stadt war kam sie ab und zu zu uns, aber wirklich nur zu Besuch. Sie war absolut glücklich und das sah man auch.
Nach einigen Monaten aber begann es zu kriseln. Ihr war langweilig. Sie kannte kaum Leute in der neuen Stadt, sein Freundeskreis hat sie gelangweilt , das Nachtleben hat ihr gefehlt und zum Ausgleich hat sie exzessive Shoppingtouren unternommen. Irgendwann fing er dann an sich über die exorbitanten Kreditkartenabrechnungen zu ärgern und schon war der Streit vorprogrammiert.
Es hat dann nicht mehr lange gehalten und sie kam zurück. Ohne ihn natürlich.
Er scheint aber in der Tat ein sehr außergewöhnlicher Mann zu sein, denn trotz Trennung und der eigentlich relativ kurzen Liason hat er ihr monatlich einen großzügigen Unterhalt gezahlt, damit sie nicht wieder arbeiten muss. Und sie hat auch nicht gearbeitet. Ich habe sie einige Wochen gar nicht gesehen.
Letzte Woche habe ich die beiden dann bei den Flattervögeln getroffen. Sie strahlte so sehr! Und ich dachte sofort, sie hätten sich wieder versöhnt.
” Du siehst so glücklich aus! ”
” Bin ich aber nicht!”
” Seid ihr wieder zusammen?”
” Nein, er ist ein paar Tage in der Stadt, aber es ist ein reiner Job und es ist anstrengend”.
Sie hat mir dann erzählt, dass er ihr zwar Unterhalt zahlt, aber wenn er in der Stadt ist, ist er ihr Gast und sie hat ihm zur Verfügung zu stehen.
Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich die beiden für ein frisch verliebtes Paar gehalten.
Aber beide sind geborene Schauspieler und so spielen sie ihr Spiel und demonstrieren nach außen das perfekte Paar.
Unglaublich!
Übrigens habe ich eine ” Personal Trainerin” zum Thema
Und jeden Tag ein bißchen böser: Das Handbuch zu ‘Gute Mädchen kommen in den Himmel böse überall hin’
engagiert.
Ich bin ein harter Brocken für sie, aber wir üben jeden Tag:-)
Sie ist Vollprofi auf diesem Gebiet! Unglaublich! Es ist der reinste Spaß ihr zuzusehen!
Sie macht zwar eigentlich ( offiziell) meinen Job, aber sie geht (fast ) nie nach oben.
Sie beherrscht einfach die ” Zickentaktik” in Perfektion und verdient damit wesentlich mehr als viele andere, die vögeln, bis sie Bauchmuskeln bekommen:-)
Aber sie ist gnadenlos:-) Auch mit mir. Oh je! Das wird ein hartes Stück Arbeit!
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